Was passiert in einer Vivencia?
Eine Biodanza-Session wird als "Vivencia" bezeichnet. Dieser Begriff stammt aus dem Spanischen und bedeutet "das intensive Erleben im Hier und Jetzt". In einer Vivencia geht es nicht darum, Schritte zu lernen oder eine Choreografie zu perfektionieren, sondern darum, sich dem Moment hinzugeben und die eigene Lebendigkeit zu spüren.
Jede Vivencia folgt einer bestimmten Kurve, die sorgfältig von der anleitenden Person (Facilitator) gestaltet wird. Sie beginnt meist mit aktiven, rhythmischen Tänzen, die unsere Vitalität und Lebensfreude wecken. Diese Phase hilft uns, den Alltag hinter uns zu lassen und ganz im Körper anzukommen.
Im weiteren Verlauf wird die Musik ruhiger und fließender. Die Bewegungen werden langsamer, und wir treten in eine Phase der Entspannung und Regeneration ein. Hier können wir tiefe innere Ruhe finden und unser Nervensystem harmonisieren. Zum Ende der Vivencia kehren wir sanft wieder in einen wacheren, aktivierten Zustand zurück, um erfrischt und zentriert in den Alltag zu gehen.
Während der gesamten Zeit gibt es keine verbalen Anweisungen während der Tänze. Die Kommunikation findet nonverbal über Blicke, Gesten und gemeinsame Bewegung statt. Dies schafft einen geschützten Raum, in dem wir uns frei von Bewertungen und Erwartungen ausdrücken können.